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Geschichte
 

Schon vor 4000 Jahren hatten die Chinesen Fechtmeister und die Prinzipien der Fechtübungen waren in einem heiligen Buch festgehalten; in Ägypten erinnert ein Flachrelief aus dem Jahre 1190 v. Chr. an einen Wettkampf mit einer Stichwaffe, die einem Säbel ähnelt, und einer Maske; in Griechenland gibt es die ersten Waffenschulen und bei den Römern schliesslich erhalten die Soldaten und Gladiatoren richtiggehende Fechtlektionen. Der Vorläufer des modernen Fechtens,, wenn auch in einer statischen Form soll seinen Ausgangspunkt in Spanien haben; in Italien wurde im Jahre 1410 das erste Buch über das Fechten geschrieben und um die Mitte des XV. Jahrhunderts gingen die Meister daran, die Übungen festzuschreiben und echte, didaktisch durchdachte Lehrgänge zu entwickeln, die die Grundlage einer Theorie des Fechtens bildeten.

In Frankreich wurde im Jahre 1567 die Ecole Française d’Escrime aus der Taufe gehoben; ab dem XVII. Jahrhundert erlebte das Fechten seinen wirklichen Aufschwung: Aufkommen des Floretts, Erfindung der Maske und das vertiefte Studium der Positionen und Bewegungen, das sich in zahlreichen Publikationen niederschlug. Vielleicht kann man das als Ausgangspunkt des modernen Fechtens ansehen.

Bei den Herren wurden Florett und Säbel schon bei den ersten Olympischen Spielen im Jahre 1896 eingeführt, der Degen im Jahr 1900; bei den Damen wurde das Florett 1924, der Degen 1986 und der Säbel 1999 eingeführt.

Das Fechten in der Schweiz

Erwähnung der Existenz einer Fechtschule in Luzern im Jahre 1463, dann in Zürich, Baden, Freiburg und Solothurn; gegen Mitte des XVI. Jahrhunderts und darauf im Jahre 1570 Veröffentlichung von Büchern über das Fechten. Manche legen den Anfang des Fechtsports in der Schweiz in das Jahr 1818: Einführung des Fechtens in einem Zürcher Turnverein; der «Haudegen» in Zürich war der erste Ort, an dem eine echte Fechtausbildung stattfand, aber man muss Genf die Gründung des ersten echten Fechtclubs im Jahre 1862 zugestehen. Im Tessin kam die Fechtausbildung im Jahre 1863 auf. Die ersten Turniere fanden bereits im Jahre 1897 statt, vor allem in der Romandie; die erste offizielle Schweizer Meisterschaft wurde 1921 in Freiburg veranstaltet; der schweizerische Fechtverband wurde 1914 gegründet und setzte sich ausschliesslich aus Clubs der Romandie zusammen. Die Schweiz richtet seit 1965 ein Weltcupturnier im Degenfechten (Senioren/Einzel), ein weiteres im Florettfechten (Senioren) sowie ein Turnier im Degenfechten für männliche Junioren aus. Im Jahre 1998 fanden in Chaux-de-Fonds die zweiten Weltmeisterschaften der Senioren, nach denen von 1987 in Lausanne, statt; dort wurden im Jahre 1981 auch die Weltmeisterschaften der Junioren veranstaltet.

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